NRW-Stiftung fördert Artenvielfalt in Steinheim

Im Biotopverbund Ottenhausen sollen zum Schutz der Tier- und Pflanzenpopulationen isolierte Lebensräume miteinander verbunden werden. Die NRW-Stiftung stellt dem Heimatverein Ottenhausen e.V. für den Erwerb und die Erstpflege eines Grünlandzuges einen Betrag von bis 37.200 Euro zur Verfügung. Das beschloss nun der Vorstand der Stiftung unter Vorsitz von Eckhard Uhlenberg.

Seit 1983 engagiert sich der Heimatverein Ottenhausen in der Heimatpflege und im Landschafts- und Naturschutz. Den Schwerpunkt seiner Naturschutzarbeit bildet die Sicherung wertvoller Lebensräume der Kulturlandschaft. In enger Zusammenarbeit mit der Landschaftsstation Höxter baut der Verein im Raum Steinheim-Ottenhausen einen Biotopverbund auf. Durch zielgerichteten Flächenkauf und -tausch wird dabei ein System von Verbundachsen und Trittsteinbiotopen erschaffen, um einen Austausch und damit eine Stabilisierung der Tier- und Pflanzenpopulationen zu ermöglichen. Seit 1992 konnte der Verein mit Zuschüssen der NRW-Stiftung von fast 295.000 Euro rund 33 Hektar naturschutzwürdige Flächen sichern und optimieren. Nun sollen zusätzliche 2,3 Hektar naturschutzfachlich wertvolle Grünlandflächen zwischen dem NSG Bleiche und dem Erlenwäldchen Paßbruch erworben werden. Durch die Verbindung der ehemals räumlich isolierten Habitate profitieren zahlreiche gefährdete Arten wie die Sumpfschrecke oder die Kuckucks-Lichtnelke. Waldwasser-läufer, Kiebitz und Neuntöter nutzen die Gebiete als Rast- und Nahrungsbiotope.

Seit ihrer Gründung 1986 konnte die Nordrhein-Westfalen-Stiftung rund 3.400 Natur- und Kulturprojekte mit insgesamt etwa 288 Millionen Euro fördern. Das Geld dafür erhält sie überwiegend vom Land NRW aus Lotterieerträgen von Westlotto, zunehmend aber auch aus Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins und Spenden.